Fragen und Antworten zu iGrafx Process

Frage:Was ist der Unterschied zwischen iGrafx Process und iGrafx FlowCharter?

Antwort: iGrafx FlowCharter ist das ideal Werkzeug, wenn Sie nur Prozesse dokumentieren möchten. Die im iGrafx FlowCharter erstellten Prozesse können danach jederzeit in iGrafx Process übernommen werden und lassen sich dort mit Unternehmensdaten wie z. Bsp. Durchlaufzeiten pro Aktivität, verfügbar Ressourcen etc. versehen. Auf dieser Basis wird dann die komplette Simulation aufgebaut.

Frage: Beinhaltet iGrafx Process auch alle Funktionen, welche der iGrafx FlowCharter hat?

Antwort: Ja, iGrafx Process kann wie folgt definiert werden: iGrafx Process ist iGrafx FlowCharter mit einer zusätzlichen Simuations-Engine im Hintergrund.

Oder umgekehrt: iGrafx FlowCharter ist iGrafx Process ohne Simaltions-Engine im Hintergrund. Die Benutzeroberfläche beider Programme ist identisch.

Frage: Kann ich mit iGrafx Process auch nur Prozesse dokumentieren und diese ins HTML-Format exportieren?

Antwort: Selbstverständlich, alles was mit iGrafx FlowCharter möglich ist kann auch mit iGrafx Process gemacht werden.

Frage:Kann ich von iGrafx FlowCharter auf iGrafx Process updaten?

Antwort: Ja, es gibt einen speziellen Update von iGrafx FlowCharter auf iGrafx Process. Alle Dateien, welche in iGrafx FlowCharter erstellt wurden lassen sich ohne Probleme in iGrafx Process öffnen.

Frage:Was für Simulationen kann ich mit iGrafx Process durchführen?

Antwort: Alle Arten von Unternehmensprozessen lassen sich mit iGrafx Process simulieren und optimieren sofern diese dargestellt werden können. Es spiel also keine Rolle ob sich dabei um einen Produktionsprozess oder einen Dienstleistungsprozess handelt. Wenn die Unternehmensdaten ermittelt werden können (Dauer, benötigte Ressourcen für die Durchführung etc.), kann der Prozess auch als Simulation aufgebaut werden.

Frage: Kann ich mehrer Input-Generatoren pro Prozess erstellen?

Antwort: Ja, es kann eine Vielzahl von Generatoren erstellt werden, welche an beliebiger Stelle einen "Input" in den Prozess eingeben. So ist es z. Bsp. möglich bei einem Logistikprozess folgende Inputgenerator für die eintreffenden Bestellung zu definieren: "telefonische Bestellung", "Bestellung per Fax", "Bestellung über Onlineshop". Wobei die Generatoren "telefonische Bestellung" und "Bestellung per Fax" zuerst noch den Prozess "Bestellerfassung und Kreditprüfung" durchlaufen müssen, der Generator "Bestellung über Onlineshop" jedoch direkt in den Versand einfliesst da dort die Zahlung mittels Kreditkarte bereits online geprüft wurde und somit keiner manuellen Bearbeitung bedarf.

Frage: Lassen sich Subprozesse mit dem Hauptprozess mitsimulieren?

Antwort: Ja, das ist sogar das richtige Vorgehen beim Aufbau einer Prozess-Simulation, da mit Vorteil zuerst nur ein grober Hauptprozess erstellt wird um zu ermitteln, wo die Schwachstelle liegt. Wenn man danach feststellt, dass die Schwachstelle bei einem Logistikprozess bei der Aktivität "Verpackung" ist, erstellt man einen Subprozess, welche die Aktivität "Verpackung" in weiteren Detailschritten darstellt (z. Bsp. Box - Füllmaterial - zukleben - binden - Lieferschein). Bei der Simulation wird dann bei der Aktivität "Verpackung" nicht mehr die Dauer von 10 Minuten genommen (welche wir beim Hauptprozess definiert haben), sondern es werden die einzelnen Aktivitäten im Subprozess (Box - Füllmaterial - zukleben - binden - Lieferschein etc.) ermittelt und die Simulierten Werte danach als Total wieder zum Hauptprozess geliefert, welcher dann mit den Subprozesswerten zuende simuliert. Dieses Spiel kann beliebig weiter gespielt werden. Wenn ich also feststelle, dass im Subprozess die Aktivität "Box" der Engpass ist, erstelle ich dort einen erneuten Subprozess (Schachtel von Regal nehmen - Aufklappen - Boden kleben etc.) und so weiter und so fort.

Frage: Was für Input-Generator-Typen kann ich definieren?

Antwort: Ich kann aus fünf Generator-Typen Wählen:
Fertigstellung: eine Bestellung durchläuft den Prozess und sobald diese fertig ist, aktiviert der Generator die nächste Bestellung

Nachfrage: wenn z. Bsp. die Bestellung die erste Aktivität durchlaufen hat, wird die nächste Bestellung aktiviert

Ereignis: z. Bsp. jeden Morgen um 8:00 Uhr, brauche ich 30 Minuten bis ich die eMails, welche über Nacht eingegangen sind, geprüft habe. Oder ich habe folgende Situation: Nach 100 Durchläufen muss die Maschine X angehalten werden, damit diese gereinigt werden kann. Dies dauert 30 Minuten. Für das erstelle ich einen Generator. Dieser blockiert nach 100 Durchläufen die Maschine für 30 Minuten. Danach wird sie wieder für den normalen Durchlauf frei gibt.

Zwischenankunft: Der Generator simuliert alle 10 Minuten z. Bsp. einen Telefonanruf der über die Zentrale reinkommt, unabhängig davon ob der vorherige Anruf bereits bearbeitet wurde oder nicht.

Zeitplan: Damit können Inputs per Zeitrahmen definiert werden. Z.Bsp. von 8:00 bis 9:00 erhalten wir 10 Anrufe, von 9:00 bis 11:00 kommen 50 Anrufe rein, von 11:00 bis 13:00 kommen 12 anrufe etc. etc.

Frage: Was für Einstellmöglichkeiten habe ich für meine Ressourcen (Arbeiter, Maschinen)?

Antwort: Es gibt die folgenden Möglichkeiten: Kosten pro Stunde oder pro Gebrauch (z. Bsp. Fotokopierer pro Kopie), zu welchen Arbeitszeiten sind die Ressourcen verfügbar (Zuteilung eines Zeitplans für die Anwesenheit z. Bsp. von 8:00 - 12:00 und 13:00 - 17:00 mit jeweils 15 Minuten Pause. Den Zeitplan können Sie auf Ihre Bedürfnisse einstellen, inkl. Schichtbetrieb etc.), sind Überzeiten erlaubt (wenn ja, von wann bis wann, was kostet die Ressource bei Überzeit).

Frage: Über welche Zeiträume kann ich simulieren?

Antwort: Simulationen können von Sekunden bis mehrere Jahr durchsimuliert werden. Als Alternative können Sie auch nur eine Simulation laufen lassen die einfach solange simuliert bis der ganze Prozess einmal durchgelaufen ist. So ermitteln Sie zum Beispiel die Durchlaufzeit des Bestelleinganges bis zur Auslieferung anhand der Daten, welche Sie den einzelnen Prozessschritten hinterlegt haben. Als Resultat können dies dann Sekunden oder Jahr sein .