Lean Management und Wertstromdesign I

Mit Wertstromdesign optimieren Firmen ihre Produktionsflüsse und sparen Zeit und Geld

Produktion im Fluss

Von Japan lernen, heisst siegen lernen, hiess es in den 80er Jahren, als das Land des Lächelns einen Boom erlebte. Dann wurde es still um die erfolgreichen Management-Techniken aus Fernost. Dennoch hielten sie weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit auch bei Unternehmen in Amerika und Europa Einzug.

Noch immer ist Toyota als Vorreiter der Lean Management Philosophie ein Vorbild, was die Qualität und Optimierung der Prozesse betrifft. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei ist das Wertstromdesign (Value Stream Mapping), mit dem sich alle Prozesse eines Unternehmens auf Lean trimmen lassen.

Wertstromdesign gehört zur Gruppe der Kaizen-Techniken. Das japanische Wort Kaizen setzt sich zusammen aus den Begriffen Kai für Veränderung und Zen für Gut, im Sinne von zum Besseren. Beim Wertstromdesign geht es darum, Wertströme zum Besseren zu führen.

Unter dem Begriff Wertstrom sind dabei alle Tätigkeiten und Prozesse zusammengefasst, die notwendig sind, um ein Produkt aus Rohmaterial in seinen Endzustand zu verwandeln und an den Kunden zu liefern.

Dabei unterteilt die Lehre vom Wertstromdesign alle Prozesse in solche, die wertschöpfend sind und in solche, die dies nicht sind.

Wertschöpfende Tätigkeiten sind diejenigen, bei denen ein Produkt veredelt wird. Während der Bestandszeit dagegen liegt das Produkt ungenutzt im Lager oder wird von einer Arbeitsstation zur nächsten transportiert.

Jede Wertschöpfung wird durch Verluste und Verschwendungen minimiert. Diese werden mit dem japanischen Wort für Abfall als Muda bezeichnet und sollen am Ende des Prozesses weitgehend verschwunden sein. Die Durchlaufzeit (Lead Time) schrumpft nach einem erfolgreichen Wertstromdesign auf ein Minimum.

Hier zeigt sich die Verbindung der Philosophie mit dem Lean Management, bei dem es vereinfacht ausgedrückt um kurze Wege und die Just-In-Time-Verarbeitung geht.

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